
- Interessenvertretung der Nürnberger Gehörlosen und Gehörlosenvereine -
Geprüfte, gehörlose Stadtführer bieten an: Sechs verschiedene Stadtrundgänge in DGS

Interessierte Gruppen können direkt buchen bei:
Gruppen über 20 Personen werden geteilt. Preise für Führungen bis zu zwei Stunden: 82,- € Jede weitere Stunde 20,- €
(1) Altstadtführung
Nürnberg war lange Zeit freie Reichsstadt und internationales Wirtschaftszentrum mit regem Kunst-, Kultur- und Geistesleben. Auf einem Rundgang wird diese Vergangenheit an zahlreichen erhaltenen Bauten, Denkmälern und Kunstwerken wieder lebendig. Entlang der Pegnitz mit ihren vielen Brücken, auf dem Hauptmarkt mit seinem 600 Jahre alten Schönen Brunnen und auf dem Weg zur Burg mit dem Blick auf die gesamte Altstadt mit hohen Kirchtürmen, historischen Bürgerhäusern und erhaltener Stadtmauer gibt es viel Einmaliges in unserer Stadt zu entdecken.
(2) Kaiserburg mit Stadtbefestigung
In einer der größten mittelalterlichen Burganlagen sind auch heute noch alle Bauten zu besichtigen, die diese Burg einst zum häufigsten Veranstaltungsort von Reichs- und Hoftagen werden ließen. Ihre komfortable Ausstattung veranlasste alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation von 1050 bis 1571 hier immer wieder Station zu machen: der Palas mit Festsälen und Wohnräumen, die doppelstöckige Kaiserkapelle, der 50 m tiefe Brunnen, der hohe Sinnwellturm, die neunstöckige Kaiserstallung eingerahmt von Fünfeckturm und „Lug-ins-Land“ sowie eine auch heute noch intakte Stadtbefestigung mit hohen Mauern, tiefem Graben und wehrhaften Bastionen, die über Jahrhunderte einen perfekten Schutz boten.
(3) St. Lorenz – St. Sebald – Frauenkirche
Diese drei Altstadtkirchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten unserer Stadt. Sie vermitteln trotz Reformation im 16. Jahrhundert und Zerstörung im Zweiten Weltkrieg mit ihrer behutsamen Restaurierung und ihrer geretteten gotischen Ausstattung einen einzigartigen dreifachen Eindruck vom mittelalterlichen Nürnberg. Ihr Reichtum an Kultur, Geschichte und Geschichten soll deshalb in einer gesonderten Führung dargestellt werden. St. Lorenz- und St. Sebaldkirche: je 1 € Eintritt
(4) Reichsparteitagsgelände und Dokumentationszentrum
Gigantische Baureste vermitteln auch heute noch einen Eindruck von den perfekt inszenierten jährlichen Reichparteitagen während der Nazidiktatur, aber ihre Menschen verachtende Propaganda wird im Dokumentationszentrum entlarvt. Allein schon die moderne Architektur mit einem Pfahl aus Glas und Stahl, der sich durch die niemals fertig gestellte Kongresshalle bohrt, ist einen Besuch wert. Eine Führung auf dem Gelände und im Dokumentationszentrum will helfen, Hintergründe und Abgründe dieser dunkelsten Epoche der Nürnberger Geschichte besser verstehen zu lernen.
(5) Johannisfriedhof und Barockgärten
Die Grabplatten mit ihren anschaulichen Darstellungen von Familien mit vielen Kindern, von handwerklichen Fertigkeiten und Waren, von biblischen Szenen und Heiligen, persönlichen Verdiensten und Katastrophen sind wie ein offenes Buch über das Leben in unserer Stadt in den letzten 500 Jahren. Bunter Blumen-schmuck und viele alte Rosenstöcke tragen dazu bei, dass dieser Friedhof zu den schönsten Gottesackern Deutschlands zählt. Der Besuch der wieder hergestellten historischen Gärten nebenan, in denen sich die wohlhabenden Nürnberger Bürger im Sommer von der Enge der Stadt erholten, südländische Bäumchen züchteten, Obst und Gemüse ernteten, ergänzt das Bild.
(6) Die weibliche Seite Nürnbergs – Frauengeschichte(n)
In unserer Stadt der Kaufleute und Handwerker haben die Frauen zu allen Zeiten viel zum wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt beigetragen. Auf unserem Rundgang finden wir Spuren von Königinnen und Marktfrauen, tatkräftigen Klosterfrauen, phantasievollen Malerinnen, gewissenhaften Buchschreiberinnen, einer modernen Bundesministerin sowie einer weiblichen Ich-AG des 17. Jahrhunderts.
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